Name: Franz Beckenbauer
Geburtsdatum: 11 settembre 1945
Platz: München
Höhe: 181 cm
Hängt: 79 kg
Franz Beckenbauer verfolgt am 27. Mai 2006 als Experte beim ZDF das
Testspiel Deutschland - LuxemburgFranz Anton Beckenbauer (Spitzname: Der
Kaiser) (* 11. September 1945 in München) war ein deutscher
Fußballspieler und -trainer und ist heute ein Sportfunktionär,
Werbeträger, Geschäftsmann und einflussreicher Kolumnist.
Seit 1994 ist Franz Beckenbauer Präsident des FC Bayern München.
Zusätzlich ist er Vorsitzender des Organisationskomitees zur
Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und hat die WM-Bewerbung geleitet.
Außerdem ist er seit einigen Jahren einer der Vizepräsidenten des DFB.
Beckenbauer war deutscher Nationalspieler, Teamchef der deutschen
Fußballnationalmannschaft sowie Vereinstrainer des FC Bayern München und
ist Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft. Er gilt als einer
der besten Fußballer aller Zeiten und wird in der Öffentlichkeit häufig
als „Lichtgestalt des deutschen Fußballs“ bezeichnet.
Biografie
Karrierebeginn
Franz Beckenbauer wurde 1945 als Sohn des Postobersekretärs Franz
Beckenbauer sen. (* 1905; † 1977) und dessen Frau Antonie (* 24. Juni
1913; † 11. Januar 2006) in München-Giesing (Zugspitzstraße) geboren. Er
erlernte das Fußballspiel beim SC 1906 München. 1958 plante Beckenbauer
den Wechsel zu einem größeren Verein. Der TSV 1860 München war damals
der größte Club in München und der 13-jährige Franz wäre auch dorthin
gewechselt, wenn er nicht während eines Spieles für den MSC mit einem
der Löwen-Spieler aneinander geraten wäre. Nachdem diese Streiterei
sogar mit einer Ohrfeige gegen die spätere Fußball-Ikone geendet hatte,
änderte Beckenbauer seine Pläne und wechselte schließlich für die
folgende Saison zum FC Bayern München, der damaligen Nummer 2 in der
Stadt. Als er noch keine 20 Jahre alt war, debütierte Beckenbauer für
die Bayern in der Regionalliga (damals zweithöchste Spielklasse), wo er
als Linksaußen auflief und ein Tor erzielte. 1964 absolvierte
Beckenbauer drei Länderspiele in der DFB-Jugendauswahl.
Spielererfolge
Sein Stern ging bei der Fußballweltmeisterschaft 1966 in England auf,
als er im defensiven Mittelfeld, aber sehr offensiv spielte. So erzielte
er 4 Tore und belegte mit 3 anderen Spielern den 3. Platz in der
Torschützenliste. Im Endspiel gegen England wurde er gegen Bobby
Charlton, den damaligen Superstar der Engländer, als Sonderbewacher
gestellt. Später sagte man, durch diese Manndeckeraufgabe des damals
20-jährigen Beckenbauer habe sich Deutschland der Siegchance im Endspiel
beraubt. Allerdings war Bobby Charlton von seinem Trainer beauftragt
worden Franz Beckenbauer zu bewachen, so dass sich die beiden weitgehend
neutralisierten. Eigentlich hätte er im Finale gar nicht auflaufen
dürfen, denn nach einer Verwarnung im Gruppenspiel gegen Argentinien
hatte er auch im Halbfinale gegen die UdSSR nach einem Foul gegen Joséf
Szabo eine weitere Verwarnung erhalten. Da es damals aber noch keine
gelben Karten gab und alle Verwarnungen von der FIFA bestätigt werden
mussten, ließ diese die Verwarnung einfach unter den Tisch fallen. Im
Finale sollten die besten Spieler dabei sein.
Auch bei der Weltmeisterschaft vier Jahre später in Mexiko durfte
Beckenbauer nicht auf der geliebten Liberoposition spielen, da dort
zunächst noch Willi Schulz und später Karl-Heinz Schnellinger agierte.
Im Halbfinale, dem Jahrhundertspiel gegen Italien, zog er sich eine
schwere Schulterverletzung zu und musste, da das Auswechselkontingent
erschöpft war, mit verbundener Schulter weiterspielen.
Mit dem FC Bayern München schaffte er 1965 den Aufstieg von der
Regionalliga in die Bundesliga. Ihm gelangen vier deutsche Meistertitel
in München, vier Europapokalsiege sowie vier DFB-Pokalerfolge. Der
Defensivmann, der jedoch stets auch das Angriffsspiel seines Teams
ankurbelte, bestritt in den zwölf Jahren als Nationalspieler 103
Länderspiele und schoss 14 Tore. 1972 führte der Münchner als Kapitän
Deutschland zum Europameistertitel durch einen 3:0-Endspielsieg gegen
die UdSSR.
Mit seinem 73. Länderspiel am 24. November 1973 in Stuttgart (Deutschland
- Spanien 2:1) wurde er Rekordnationalspieler des DFB und blieb dies
durch weitere Spiele 20 Jahre lang.
Im Jahre 1974 folgte dann der größte Erfolg im Weltmeisterschaftsfinale
gegen die niederländische Fußballnationalmannschaft: Deutschland wurde
durch ein 2:1 zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister. Er nahm an drei
Weltmeisterschaften (1966, 1970 und 1974) teil. Im Jahre 1977 wechselte
Beckenbauer auch aus privaten Gründen zu Cosmos New York. Seine damalige
Ehekrise und die Beziehung zu der Sportfotografin Diana Sandmann wurde
von der BILD-Zeitung, für die er später als Kolumnist tätig wurde, "ausgeschlachtet"
(für die BILD und einige DFB-Funktionäre war ein geschiedener
Nationalmannschaftskapitän zu der Zeit nicht akzeptabel). Der Wechsel in
die USA bedeutete das Ende seiner Zeit als Nationalspieler, da zu der
Zeit im Ausland tätige Spieler nach den Erfahrungen bei der WM 1974, als
ein nicht austrainierter Günter Netzer von Real Madrid zur WM kam, nicht
berücksichtigt wurden, insbesondere wenn sie in eine "Operettenliga" (DFB-Präsident
Hermann Neuberger) "geflüchtet" waren. Zudem erhielt er von Cosmos keine
Freigabe für die WM. So war sein 103. Länderspiel am 23. Februar 1977
(0:1 gegen Frankreich) sein letztes. Damit blieb er bis zum 17.11.1993
Rekordnationalspieler.
Im damaligen Fußball-Entwicklungsland USA wurde er dreifacher
US-amerikanischer Meister (1977, 1978, 1980). Nach seiner Rückkehr in
die Fußball-Bundesliga im Jahre 1980 spielte Beckenbauer beim Hamburger
SV. Bevor er seine aktive Laufbahn 1982 beendete, errang Franz
Beckenbauer mit dem HSV seinen fünften deutschen Meistertitel. Im Sommer
des folgenden Jahres ließ er sich noch einmal zu einer letzten Saison
bei Cosmos New York als Spieler überreden.
Als Fußballspieler wurde er in den Jahren 1966, 1968, 1974 und 1976 zu
Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt. 1972 und 1976 war er Europas
Fußballer des Jahres. Im Laufe seiner Bundesligakarriere absolvierte er
424 Bundesliga-Spiele, davon 396 für den FC Bayern München und 28 für
den Hamburger SV. Alle 44 Bundesliga-Tore erzielte er für die Bayern.
Teamchef
1984 übernahm er die Verantwortung für die deutsche Nationalmannschaft.
Da er keine anerkannte Trainerlizenz besaß, fungierte er als Teamchef.
Er führte die Mannschaft 1986 ins WM-Endspiel und 1990 zum dritten
Weltmeistertitel. Damit gelang Franz Beckenbauer ein seltenes Kunststück:
Er war nach Mario Zagallo der Zweite, der sowohl als Spieler als auch
als Trainer Fußball-Weltmeister wurde. Nach der gewonnenen WM erhielt
Beckenbauer vom DFB eine Trainerlizenz ehrenhalber, die aber voll gültig
ist.[1]
Vereinstrainer/Präsident
In der Saison 1990/91 arbeitete Beckenbauer für Olympique Marseille (zunächst
als Cheftrainer, später dann als technischer Direktor). Am 25. November
1991 wurde Beckenbauer zum Vizepräsidenten des FC Bayern München gewählt.
Er trat anschließend insgesamt zweimal als Interimscoach bei den Bayern
in Erscheinung und beendete die zuvor erfolgreiche Arbeit von Erich
Ribbeck bzw. Otto Rehhagel. Im Jahr 1994 errang er auch in der Funktion
des Trainers den deutschen Meistertitel, sowie 1996 erstmalig den
UEFA-Cup, zu dem Otto Rehhagel die erfolgreiche Basis gelegt hatte.
Sportpolitische Karriere
Seit 1994 ist er Präsident des FC Bayern München. Franz Beckenbauer
unterstützte als Vorsitzender des Bewerbungskomitees die Bewerbung um
die Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland. Er ist Leiter des
Organisationskomitees für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in
Deutschland. Nach dem Rücktritt von Rudi Völler als Bundestrainer am 24.
Juni 2004 gründete Franz Beckenbauer die Trainerfindungskommission (TFK)
um einen neuen Bundestrainer für die deutsche Nationalmannschaft zu
finden.
Franz Beckenbauer kündigte Anfang 2005 an bei der nächsten Wahl um das
Präsidentenamt der UEFA zu kandidieren. Nachdem die UEFA-Kommission im
estnischen Tallinn am 21. April 2005 entschieden hat, die Wahl von 2006
auf 2007 zu verschieben, steht der Kandidatur für Franz Beckenbauer
nichts mehr im Wege. Neben Franz Beckenbauer, der noch bis Ende 2006
Präsident des Organisationskomitees der WM 2006 ist, hat auch der
ehemalige französische Fußballnationalspieler und Funktionär Michel
Platini seine Kandidatur um das Präsidentenamt angekündigt.
Spitzname Der Kaiser
Seit 1968 wird Beckenbauer von den Medien und Fans als Kaiser bezeichnet.
Häufig wird als Herkunft der Bezeichnung folgende Anekdote erzählt:
Anlässlich eines Freundschaftsspiels des FC Bayern München in Wien wurde
er für Fotoaufnahmen neben einer Büste des ehemaligen österreichischen
Kaisers Franz I. platziert. In der Berichterstattung wurde er nun als
Fußball-Kaiser bezeichnet, woraufhin sich die Bezeichnung Kaiser rasch
verbreitete und verselbständigte.
Diese Begründung für den Spitznamen von Franz Beckenbauer ist zwar
legendär (und wird von Beckenbauer auch gerne erzählt), aber nach
Angaben eines Artikels[2] der Zeitung Welt am Sonntag historisch unwahr.
Die Welt am Sonntag schreibt, der „Kaiser“ habe am 14. Juni 1969 zum
Pokalendspiel gegen Schalke 04 seinen Gegenspieler, Reinhard Libuda,
genannt der König von Westfalen, gefoult. Nach diesem Foul wurde er von
den Schalker Fans ausgebuht. Trotzdem ging er mit dem Ball in die
gegnerische Hälfte, wo er diesen vor der Schalke Fankurve eine halbe
Minute in der Luft balancierte. Die Presse suchte eine Steigerung zum „König
von Westfalen“, der Kaiser war geboren.
Medienfigur
Beckenbauer wird oft als Kommentator eingesetzt und hat eine eigene
Kolumne bei der Bild-Zeitung. Aufgrund seiner Popularität im In- und
Ausland wirbt Beckenbauer für zahlreiche Produkte. Schon als junger
Spieler warb er für Suppen. Die Werbung mit dem Spruch "Ja ist denn heut
schon Weihnachten" wurde geradezu sprichwörtlich und lief 3 Jahre im
deutschen Fernsehen. Darüber hinaus besang er auch Schallplatten. Der
Titel "Gute Freunde kann niemand trennen" wird auch heute immer wieder
eingespielt, wenn über ihn berichtet wird. Mit seinen Werbeverträgen ist
er mittlerweile noch erfolgreicher als in seiner Fußballkarriere.
Beckenbauer wurde zu seinem 60. Geburtstag mit einer Gala im ZDF geehrt.
Privates
Zur Unterstützung behinderter, bedürftiger und unverschuldet in Not
geratener Menschen gründete er die Franz-Beckenbauer-Stiftung. Franz
Beckenbauer ist Vater von vier Söhnen (Thomas, Michael, Stefan und
Joel-Maximilian) sowie einer Tochter (Francesca). Am 18. November 2004
wurde er nach 14-jähriger Ehe von seiner zweiten Frau Sybille
Beckenbauer geschieden. Beckenbauer lebt mit Heidi Burmester, mit der er
mittlerweile zwei Kinder hat, im österreichischen Kitzbühel. Sein Sohn
Stefan Beckenbauer spielte 1992/93 für den 1. FC Saarbrücken in der
Fußball-Bundesliga. Beckenbauer ist ein leidenschaftlicher Golfspieler
mit Handicap 7.